Grillbüffet mit Anja statt Grünkohlessen im Sommer nur ohne Grünkohl

Wie Grünkohl, Energiewende und Zukunft zusammenpasst

Anja Karliczek: Wasserstoff gibt Afrika eine Perspektive

Westerkappeln. Wie wir die Frage unserer zukünftigen Energieversorgung lösen, ist eines der Hauptaufgaben der nächsten Zeit, kündigte Anja Karliczek beim Grillbüfett der CDU Westerkappeln an. Viele Interessierte hatten sich am Sonntagabend im Kuckucksnest getroffen, um bei köstlichen Leckereien vom Grill mit der CDU-Abgeordneten aus Tecklenburg, die auch Bundesministerin für Bildung und Forschung ist, über genau diese Themen zu diskutieren. „Wir müssen nicht nur CO2 sparen und beweisen, dass dies gar nicht so schwer ist, wenn man es wirklich will. Nein, wir müssen auch lernen, CO2 aus der Atmosphäre zurück zu holen. Je weiter wir die Reduzierung der CO2-Emissionen vor uns herschieben, desto konsequenter müssen anschließend die Klimaschutzmaßnahmen werden.“, zeigte sie ihre volle Entschlossenheit, die Maßnahmen anzugehen. Der Energieträger der Zukunft sei grüner Wasserstoff, ist die Politikerin überzeugt. „Wir werden auch zukünftig 80 Prozent unserer Primärenergie aus dem Ausland importieren. Allerdings werden die Lieferanten sich ändern.“, sagte Anja Karliczek und berichtete, dass es Projektvereinbarungen mit Australien und afrikanischen Ländern gebe. „Wir starten an mehreren Stellen: Zum Beispiel wollen wir grünen Wasserstoff schon auf den Transportschiffen produzieren. Der Transport von Energie wird nicht mehr der entscheidende Kostenfaktor sein!“, beschrieb sie die Zukunftsplanungen. Auch gäben solche Partnerschaften afrikanischen Ländern interessante neue Wirtschaftsperspektiven. „Jede Generation hat ihre große Aufgabe. Unsere wird die Energiewende sein!“, betonte Karliczek und daher sei es gut, dass mit dem CO2-Preis ein wichtiges Signal an die Wirtschaft gesandt werde, damit diese sich nachhaltig aufstellen könnte.

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer verwies in ihrem Grußwort auf die Auswirkungen der Pandemie auf jeden Einzelnen. Dennoch sollte man nicht auf die Zweifler und Nörgler hören, die alle Erfolge durch die schnelle Entwicklung wirksamer Impfstoffe kleinreden.  „Wir können uns glücklich schätzen, in einem Land wie Deutschland zu leben!“ sagte Annette Große-Heitmeyer. „In einem Staat ohne Angst, ohne Flucht, ohne Vertreibung!“ Sie erinnerte die Gäste daran, dass die Pandemie uns allen doch gezeigt habe, was wirklich wichtig sei: Gesundheit, Familie, Freunde und das Miteinander. Für eine sichere politische Zukunft brauche es starke Charaktere mit moralischen Werten und Normen, die sich nicht durch falschen Idealismus lenken lassen, bat die Bürgermeisterin alle Gäste, ihre Stimmen bei der Bundestagswahl mit Bedacht einzusetzen.

Wohin die Reise gehe, wollte auch Heinrich Schulte Brömmelkamp, Kabarettist aus Lienen-Kattenvenne, wissen. Der Comedian sah es als seine persönliche Aufgabe an, der Bundespolitikerin auf der Bühne des Kuckucksnestes Staatsgeheimnisse zu entlocken. Zur großen Freude der Zuhörer nahm er aktuelle Tagespolitik, aber auch die anwesenden Politiker aufs Korn. Ob die Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer nach einem anstrengenden Arbeitstag gut gelaunt nach Hause käme, wollte er von ihrem Ehemann wissen und auch Anja Karliczek musste Rede und Antwort stehen, welche Gesetzesvorhaben noch in der Schublade lägen. In den nächsten Tagen müsse er zu einer anderen Partei und wolle er schließlich vorbereitet sein, sagte Brömmelkamp zur Freude der Anwesenden.