Karliczek: Gewalt gegen Hilfskräften entgegentreten

Tätermotive verstehen lernen

Angriffe auf Rettungskräfte, Polizei und Sicherheitskräfte nehmen immer mehr zu. Das gilt auch für Pöbeleien gegen Schaffner und Feuerwehrleute. Auch in Notaufnahmen mehreren sich die Übergriffe.  Hemmwellen, die lange galten, fallen und dadurch werden. Menschen, die für Recht und Ordnung sorgen oder anderen zur Hilfe kommen, selbst  Opfer von Gewalt. Das besorgt auch zunehmend Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Ihr Haus fördert daher das Projekt AMBOSafe (Angriffe auf MitarbeiterInnen und Bedienstete von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) untersucht in einem zweijährigen Projekt diese  Entwicklung. Neu ist hier, dass nicht nur die Opfer im Vordergrund stehen, sondern dass auch die Beweggründe der Täter analysiert werden.

„Es ist erschreckend, in welchem Maße der Respekt vor Uniformen sinkt und Aggression gegen ordnende und helfende Hände ansteigt.“, sagt Anja Karliczek (CDU) und wirbt für mehr Bewusstsein in der Breite der Bürgerschaft. „Um der Gewalt gegen Rettungs- und Ordnungskräfte entgegen zu treten, reicht es nicht, den IST-Zustand festzustellen. Wir müssen wissen, was die steigende Gewaltbereitschaft auslöst. Als Wahlkreisabgeordnete danke ich dabei besonders Alexander Koch, der in Münster den CDU-Arbeitskreis Innere Sicherheit leitet, für sein Engagement auf diesem Gebiet. Gemeinsam mit ihm habe ich mich mit den Projektpartnern des Bayrischen Roten Kreuzes (BRK), der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HPV) sowie der Kriminologischen Zentralstelle (KRIMZ) über das Phänomen der zunehmenden Gewalt gegen Sicherheits- und Rettungskräfte intensiv ausgetauscht. Ich bin überzeugt, dass durch dieses Projekt neue Erkenntnisse zu Tage bringt, warum der Respekt gegenüber Helfern in so erschreckenden Maße sinkt.“

Alexander Koch fügt hinzu: „Wir fragen immer öfter: Wie kam es zu der Eskalation? Wie hätten wir das verhindern können?“ Ziel des Projektes sei es, eine breite Datenlage aufzubauen und zu analysieren. „Das Projekt hilft uns, durch verschiedene Übungsszenarien zu lernen. Wir wollen Dynamiken feststellen, Tätermotive verstehen lernen und Einsatztaktiken abstimmen.“

Kommentar verfassen