Anja Karliczek mit 94,2 Prozent als Bundestagskandidatin bestätigt

„Ich freue mich auf den Wahlkampf in meiner Heimat, auf den Marktplätzen, mit Euch“

Tecklenburg. Überwältigende Rückendeckung für Anja Karliczek aus dem heimischen CDU-Kreisverband. Auf der Nominierungsversammlung des CDU-Kreisverbandes Steinfurt für die Bundestagswahl im Herbst auf der Freilichtbühne Tecklenburg erhielt die amtierende Bundesministerin für Bildung und Forschung am Samstag 94,2 Prozent der Stimmen. Von den 173 abgegebenen Stimmen am Samstag erhielt Anja Karliczek 162 Stimmen.

„Ich danke für Euer Vertrauen und werde mich mit ganzer Kraft für unseren Wahlkreis einsetzen“, zeigte sich Karliczek in ihrer kurzen Dankesrede überwältigt von dem Vertrauen. „Mit Euch für unsere Wahlziele, für unsere Heimat, für die CDU auf den Marktplätzen zu kämpfen, wird mir eine riesige Freude sein“. Auf den Gegenkandidaten, den Ibbenbürener Rechtsanwalt Hendrik Kaldewei, entfielen acht Stimmen.

In ihrer Bewerbungsrede betonte die Abgeordnete und Ministerin die Bedeutung unter anderem der von ihr maßgeblich verantworteten Themenbereiche Bildung und Forschung. „Wir stecken gerade mitten in einem Transformationsprozess, Kommunikation ändert sich, Mobilität ändert sich, Medizin ändert sich, berufliche Bildung wandelt sich, Energiefragen ändern sich, der Umgang mit Daten ändert sich“, sagte die 49-Jährige. Die momentane Situation des Wandels sei eine  Riesenchance, so Karliczek, „unser Leben nachhaltig zu verändern.“ Die CDU-Politikerin nannte konkret die Themen Energiewende, die Nutzung des Wasserstoffs, die berufliche Bildung sowie die Digitalisierung. „Wir sind ein Innovationsland! Klimaneutralität bis 2050, Mobilität ohne CO2-Emissionen und eine echte Kreislaufwirtschaft. Das ist das, was wir brauchen und was wir wollen. Wir sind das Land der Ingenieure und Erfinder. Wir können das.“ Deutschland habe unter der CDU-geführten Bundesregierung den „Hebel in Richtung Zukunft umgelegt.“

Vor allem die Wertschätzung für die berufliche Bildung erlebe derzeit eine Renaissance, so Karliczek. Sie ging aber auch auf regionale Themen wie die Zukunft und die Bedeutung des Flughafens Münster/Osnabrück, der sowohl für den Tourismus und die Mobilität im Münsterland sowie die heimische Wirtschaft zukunftsfähig sei. „Unser FMO als regionaler Flughafen ist nachhaltiger als ein Flughafen in Düsseldorf oder Frankfurt.“ In ihrer immer wieder mit Beifall unterbrochenen Rede lobte sie den jetzt von der Union ernannten Kanzlerkandidaten Armin Laschet als einen Politiker, der mit Charme und Mut die Modernisierung des Landes nach vorn bringen werde. Karliczek werde sich für diese Modernisierung einsetzen, mit Herz und Leidenschaft, als Ministerin. „Damit ich Eure Anja in Berlin sein darf.“ 

Hintergrund: 

Zur Person: Anja Karliczek, die in Tecklenburg-Brochterbeck wohnt und lebt, vertritt den Wahlkreis 128 (Steinfurt III, Tecklenburger Land und Emsschiene) seit 2013 und damit seit zwei Legislaturperioden. Die 49-Jährige gewann ihr Direktmandat zwei. Mal souverän, sie gilt in Berlin nicht nur aufgrund ihres Ministeramtes als einflussreich. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder, verheiratet mit ihrem Mann Lothar. Ihr politischer Weg begann vor über 20 Jahren, im Jahr 1998, als sie über die Junge Union in die CDU eintrat. Im Rahmen von Veranstaltungen der Frauen-Union hatte Karliczek sich zuvor bereits für den Ausbau der Kinderbetreuung in der Stadt Tecklenburg stark gemacht. Erstmals in den Rat der Stadt Tecklenburg gewählt wurde die Politikerin im Jahr 2004. Karliczek war von 2017 bis 2018 parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion, Kanzlerin Angela Merkel berief sie nach der Regierungsbildung 2018 zur Bundesministerin für Bildung und Forschung.

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